Nach dem Murenabgang am Sonntag kurz vor 17 Uhr haben Einsatzkräfte die gesamte Gefahrenzone zwischen Meran und Hafling evakuiert und alle Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Insgesamt mussten 69 Menschen ihre Wohnungen verlassen, davon 39 in Meran und 30 in Hafling. Sechs Menschen wurden leicht verletzt.

Ausgelöst wurde der Murenabgang nach Angaben des Landesfeuerwehrverbands Südtirol durch heftigen Regen. Im Raum Hafling fielen innerhalb einer Stunde rund 50 Millimeter Niederschlag. Oberhalb der Landesstraße nach Hafling löste sich daraufhin eine Mure, die über den Weißplatterbach bis in den Bereich des Naifdammwegs gelangte.
Häuser schwer beschädigt
Die Rettungsarbeiten wurden durch eine zweite Schuttwelle erschwert, die rund eine halbe Stunde nach dem ersten Murenabgang niederging. Seit Sonntagabend laufen umfangreiche Aufräumungs- und Sicherungsarbeiten.

Feuerwehren und Bagger im Dauereinsatz
Der Schwerpunkt liegt nach Angaben des Landesfeuerwehrverbands auf der Beobachtung des Murenkegels, der Ausleuchtung der Einsatzstelle für die schweren Räumfahrzeuge und der Freiräumung der Zufahrtsstraße nach Freiberg. Zudem soll das vollständig mit Schlamm und Geröll gefüllte Rückhaltebecken am Naifbach so schnell wie möglich geräumt werden, um für weitere Niederschläge ausreichend Rückhaltevolumen zu schaffen.
Weitere Gewitter angekündigt
Feuerwehr, Zivilschutz und Behörden arbeiten daran, mehrere hundert Kubikmeter Material zu entfernen, um ein erneutes Abgehen der Geröllmassen zu verhindern und die Bevölkerung zu schützen.



