Feuerwehreinsatz in Südtirol

Großbrand zerstört Mehrfamilienhaus in Bozen

Ein Mehrfamilienhaus im Bozner Stadtviertel Don Bosco ist in der Nacht auf Montag bei einem Großbrand vollständig zerstört worden. Alle 34 Bewohner konnten nach Angaben der Einsatzkräfte rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Mehrere Menschen wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung medizinisch versorgt.

Großbrand zerstört Mehrfamilienhaus in Bozen

Symbolfoto: Ein Großbrand zerstört ein Mehrfamilienhaus in Bozen. | Foto: Weißes Kreuz

In Bozen hat ein nächtlicher Großbrand ein vierstöckiges Mehrfamilienhaus im Stadtviertel Don Bosco vollständig zerstört. Das Feuer war nach Angaben der Einsatzkräfte gegen 2.15 Uhr ausgebrochen und hatte sich innerhalb weniger Minuten auf das gesamte Gebäude ausgebreitet.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte habe bereits ein großer Teil des Dachstuhls in Vollbrand gestanden, sagte Einsatzleiter Markus Gruber von der Freiwilligen Feuerwehr Bozen. Die Rettung der Bewohner habe oberste Priorität gehabt. Alle 34 Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Feuers im Haus befanden, seien evakuiert worden.

Großaufgebot bis in den Morgen

Rund 120 Feuerwehrleute aus Bozen und den umliegenden Gemeinden waren bis in die Morgenstunden im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Roten Kreuz, der Stadtpolizei sowie der Berufsfeuerwehr. Gegen 6.30 Uhr war der Brand unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten am Vormittag weiter an.

Mehrere Anwohner wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung medizinisch versorgt. Schwere Verletzungen gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Ursache noch unklar

Die Ursache des Feuers ist bislang nicht geklärt. Brandermittler haben die Untersuchungen aufgenommen. Erste Schätzungen gehen von einem Sachschaden in Millionenhöhe aus.

Das Gebäude gilt als einsturzgefährdet und ist vorerst unbewohnbar. Die Stadt Bozen organisierte für die betroffenen Familien kurzfristig Notunterkünfte. Bürgermeisterin Elena Rossi sicherte den Bewohnern schnelle und unbürokratische Hilfe zu.